Karneval 2018 Galaabend 02

Nach ihrem Start im Taka-Tuka-Land schaffte es Piraten-Kapitän Elmar Rüther gemeinsam mit seinem Steuermann Jonas Leineweber und der Mannschaft des Elferrats, vorbei an Madagaskar und nach Überqueren des  Äquators, gerade noch rechtzeitig auf der in den letzten Jahren  schiffbar gemachten Eller, unter dem Jubel der Hallenbesucher am Kai in der Schützenhalle anzulegen. Sie konnten Verkünden, dass sie der stürmischen See getrotzt und die Kawenzmänner von Wellen überstanden haben, um im Ellertal das dort vermutete Gold zu erbeuten.
Die Eröffnung des Programms übernahm die Tanzgarde mit einem ABBA- Potpourri. Rhythmus und tänzerische Eleganz nahmen die Besucher mit auf die weitere Reise durch das Programm.
Beifallsstürme erntete die Frauengemeinschaft mit ihrem Auftritt in der Garderobe, in der die Theaterbesucherinnen Kathi Haase, Anneliese Urban und Petra Schönfeld nicht nur ihre Mäntel, sondern auch sogleich ihre „Männer“ (Petra Fromme, Hildegard Lütkemeyer, Ulrike Laumann) abgaben. In ihren Mänteln an die Garderobe gehängt beklagten sie unter der Aufsicht von Gaby Weber zur Freude des Publikums ihr schweres Los als Ehemänner. 
Die von Christiane Dunschen trainierte TUS-Dance-Gruppe „Sparkling Diamonds“ versetzte die Halle mit ihrer tänzerischen Darbietung in Bewegung. Schnell war bei aktueller Musik der Funke zum Publikum übergesprungen.
Einen Zwischenstopp machte die Reise in China, als die Bollerborner Karnevalistinnen zu einem chinesischen Schirmtanz einluden. Mit Eleganz, asiatischer Musik und unter Einsatz ihrer bunten Schirme zauberten sie tolle Bilder auf die Bühne und den Zuschauern ein Lächeln in die Gesichter
Nun war es Zeit, dass das „Dorfkind“ Andre Pladwich das Mikro übernahm. Nachdem er das Publikum zum Schunkeln auf die Tische und Stühle gesprochen hatte, legte er mit seinen Anekdoten  aus der großen Welt und der Dorfgemeinschaft los. Dabei machte er auch nicht davor Halt, Elmar Rüther und Jonas Leineweber in den Mittelpunkt seiner unterhaltsamen Geschichten zu manövrieren. 
Im Anschluss an das Dorfkind folgte ein weiterer Höhepunkt: Die Frauengemeinschaft wurde für 50 Jahre karnevalistisches Treiben vom Karnevalsvorsitzenden Elmar Rüther geehrt. Alle aktiven Frauen betraten als Chor die Bühne, als Petra Fromme mit Live-Gesang „The Show must go on“ anstimmte und damit auf weitere erfolgreiche Jahre einstimmte.
Michael Auffenberg und Steffi Klüter luden das Publikum in die Praxis einer Therapeutin ein, in der ein kommunikationsgestörter Patient nur mithilfe von emojis in der Lage war, seine Probleme und Gefühle auf den Punkt zu bringen. Der unterhaltsame Austausch, in den das Publikum gekonnt eingebunden wurde, führte zur Schilderung von Beziehungsproblemen und endete in einer innigen Umarmung der beiden Akteure. 
Den kurzen Stopp der Piratenreise in Afrika nahm die Tanzgarde in ihrem ersten Showtanz vor einer tollen Kulisse auf, um mit akrobatischen Einlagen Tarzans Leben in der Wildnis zu erkunden und das Publikum auf die Reise in den Dschungel mitzunehmen. Neben der tänzerischen Leistung stockte dem Publikum das eine oder andere Mal der Atem, als mit akrobatischen Figuren das Leben der Gorillas auf der Bühne Einzug hielt. So wirbelten Tarzan, Jane und die Gorillas abwechselnd, getragen von einer tempogeladenen Choreografie, durch die Luft.
 
Ramona Urban war es vorbehalten, als „ausgebranntes Tanzmariechen“ ihr Leid zu klagen. Obwohl der Arzt dem Tanzmariechen 24 Monate Auftritt-Verbot und 100 Stunden Reizstrom verschrieben hatte, stellte es sich der musikalischen Herausforderung, auf die Bühne zu gehen und über seine Höhenangst bei Hebefiguren, Muskelkater, der kneifenden Kleidung, dem viel zu kurzen Rock und den vielen Blicken zu klagen. Der Funke sprang über und nach kurzer Zeit wandelte sich das Mitleid des Publikums in Mitsingen und Applaus.
Nach einer Schunkelrunde, die wiederum durch Andre Pladwich eingeleitet wurde, starteten die „Herbstzeitlosen“ zu ihrer Reise nach Amerika. Neben „Angie und Donald“, die im Duett sangen, trafen sie auf eine Reihe bekannter Gesichter: Sie landeten nicht in der politischen Welt sondern in der Muppet Show. Kermit und Miss Piggy tauchten ebenso auf, wie Waldorf und Stetler. Ein Höhepunkt des Auftritts war das gemeinsame Klavierspiel von Donald, Stetler und Waldorf, das sie hinter dem Klavier so in Rage versetzte, bis ihnen die Hosen auf die Füße rutschten. Eine bunte Mischung aus Politik und Unterhaltung, wie im wahren Leben: Muppet Show.
Das Bollerborner Männerballett trieb in seinem Schotten-Outfit die Stimmung weiter nach oben. Nach einem ruhigen Einmarsch zeigte es, dass es auch bei tempogeladenen Rhythmen in der Lage ist, die Bühne zu beherrschen und die Zuschauer mitzureißen. Unter lautem Beifall forderte das Publikum die Zugabe.
Den Schlusspunkt setzte die Tanzgarde mit ihrem Halt in Indien. In tollen Kostümen brachten sie „Bollywood“ dem Publikum tänzerisch, musikalisch und akrobatisch näher. 
Zum großen Finale versammelten sich alle Aktiven unter dem Beifall des Publikums auf der Bühne. Gern folgten sie der Einladung von Elmar Rüther und Jonas Leineweber, auch im nächsten Jahr ein närrisches Programm zusammenzustellen.