KumbieckeKumbiecke bis 1966 

Das Schwaneyer Ortszentrum erstrahlt in hellem Licht, nachdem Marktplatz und Brunnen saniert und eine neue Beleuchtung installiert wurde.

2020 feiert Schwaney ein stolzes Jubiläum - vor 1050 Jahren wurde der Altenbekener Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt. Unter dem Motto „Heimat – Vielfalt – Zukunft“ plant die Schwaneyer Heimat- und Vereinsgemeinschaft ein großes Jubiläumsfest. Dafür werden im ganzen Ort Wege und Plätze hergerichtet, so auch der Marktplatz mit seinem Brunnen Kumbiecke. Die Kumbiecke diente über Jahrhunderte der Wasserversorgung für den Ortskern und auch als Wasch- und Kühlbecken. Noch bis 1898 war der Schwaneyer Marktplatz übersät mit vielen kleinen Quellen und Seen, dann bekam das Kumbiecke-Becken eine solide Einfassung mit Umzäunung.

2017 trocknete das Becken aus. Ob der allgemein deutlich gesunkene Grundwasserspiegel oder die in der Nähe durchgeführten Gewässermaßnahmen ursächlich waren, ist ungeklärt.
Das Schwaneyer Heimatpflegeteam, vertreten durch Ortsheimatpfleger Hans Josef Knoke und den damaligen Ortschronisten Ludwig Schenk, bemühte sich jedenfalls um eine Neugestaltung des Beckens. Nach Zustimmung des Gemeinderates wurde der Landschaftsbau-Betrieb Ehls aus Willebadessen mit der Gestaltung des Brunnens sowie des Umfeldes beauftragt. Noch vor dem Jahreswechsel konnten die Arbeiten auch Dank der tatkräftigen Unterstützung der Heimat- und Vereinsgemeinschaft Schwaney und einiger engagierter Schwaneyer Bürger beendet werden.

Das Kumbiecke-Becken ähnelt nun in seiner rechteckigen Form dem von 1898. Aus einer Mauer, die mit mehreren Auslässen an die früheren Quellen erinnert, fällt ein kleiner Wasserfall in das Becken und versickert dann in einer angrenzenden Kiesfläche zum Rücklauf in den darunterliegenden 3000 Liter großen Wassertank. Im Umfeld entstand eine kleine Parklandschaft, die später mit Sitzmöglichkeiten, Tisch und Spielmöglichkeiten für Kinder ergänzt werden soll. Das Becken wird zur Hauptstraße durch eine dichte Hecke abgeschirmt. Als kleine Oase inmitten des Dorfes lädt diese Parklandschaft Jung und Alt zum Verweilen, Plaudern und Betrachten ein.
Die Kosten der Maßnahme einschließlich der Pflasterarbeiten belaufen sich auf 80.000 Euro. Um an frühere Zeiten zu erinnern, ist geplant, mehrere Bronzefiguren (z. B. Bäuerin mit Milchkanne, einzelne Milchkannen, Gänse oder Enten) am Beckenrand bzw. im Wasserbecken aufzustellen.

Brunnen
Der neugestaltete Brunnen (Foto: Benjamin Rauer)

Ergänzend zur Umgestaltung des Marktplatzes und des Brunnens wurde auch ein neues Beleuchtungskonzept umgesetzt, wofür die Gemeinde die Materialkosten in Höhe von 10.000 Euro übernommen hat. Die Ausführungsarbeiten wurden beinahe vollständig von Schwaneyer Bürgern übernommen. Neben der Ausleuchtung des Marktplatzes wird jetzt auch die Kirche angestrahlt.
Bürgermeister Hans Jürgen Wessels und Ortsvorsteher Hermann Striewe weihten im Anschluss an ein umjubeltes Weihnachtskonzert mit Schwaneyer Chören und dem Garde Musikkorps die neue Beleuchtung ein.

Die Heimat- und Vereinsgemeinschaft Schwaney bedankt sich besonders bei den ehrenamtlichen Helfern: Karl Stiewe, Heinz Oldenettel, Johannes Striewe, Martin Görmann, sowie den Vorstandsmitgliedern Hermann Striewe, Hans-Lothar Hagen und Hans Josef Knoke.


Einweihung Beleuchtung                
Bei weihnachtlichen Klängen vom Bundesschützen Garde Musikkorps Schwaney
weihten Ortsvorsteher Hermann Striewe und Bürgermeister Hans Jürgen Wessels
die neue Beleuchtung ein




 
Kirche
Die Schwaneyer Marktkirche im
weihnachtlichen Ambiente (Foto: Benjamin Rauer)