ist der untere Weg im Baugebiet „Siedlung Forst“. „Bodental“ ist die Gewannenbezeichnung für das sich anschließende idyllische Fleckchen Wald in Richtung Osten (Neuenheerse). Bode, Bödde steht hier für Wasser, mooriges Gelände, wie wir es in den östlichen Waldungen und Wiesen vorfinden.
Über die Glashütte im Bodental:
Im Jahre 1765 erhielt Johann Christian Imbsen vom Paderborner Fürstbischof die Genehmigung, im Bodental eine Glasmachersiedlung zu errichten. Die Glashütte, das Haus zur Herstellung der Pottasche, und die Wohnhütten standen in der Nähe der Quelle, unweit der ehemaligen „Liebeslaube“. Die Glashütte war mit umfangreichen Rechten und großzügigen Hudeflächen ausgestattet. Das Glaswerk im Bodental war eine sogenannte „feine Glashütte“. Ungefähr 70 % der erzeugten Glasprodukte wurden aus einer klaren oder lilafarbenen Glasmasse hergestellt. Die Glashütte produzierte größere Mengen Schalen und Pokale in feinster Qualität und bester Verarbeitung. Ein weiterer größerer Produktionsbereich waren Flaschen aus weißem Glas. Es handelt sich um Zierflaschen für den privaten Haushalt und Nutzflaschen für den Apothekenbedarf. Für den täglichen Gebrauch sowie für Gaststätten wurden einfache Schnaps- und Trinkgläser hergestellt.
Die Glaswaren wurden nach Bremen transportiert und von da weiter nach England und Amerika. Ein Teil wurde auch in das benachbarte Fürstentum Waldeck verkauft.
Die Glashütte brannte 1784 vollständig ab, wurde aber neu errichtet. In den Jahren 1785/86 lag der Betrieb still. Wenige Jahre zuvor hatte der Fürstbischof die Bewirtschaftung der Wälder verordnet. Die Holzpreise waren so hoch, dass die Glasmacher das Geld für den Holzerwerb nicht mehr aufbringen konnten. 1790 wurde die Glashütte geschlossen.
Zwischen der Bürgerschaft in Schwaney und den Glashüttenbesitzern war im Jahre 1773  ein heftiger Streit ausgebrochen. Die Glashüttenbesitzer setzten ihre zuerkannten Rechte häufig sehr robust und provozierend gegenüber den Bürgern in Schwaney durch. Die Glasmachersiedlung war früher ein Teil der gemeindlichen Hude, die nun großzügig von den Glasmachern genutzt wurde. Diese waren keine Einheimischen und beschäftigten fast nur Fremde aus Hessen oder Lippe oder gar aus Böhmen und Thüringen. Kurzum, die Glasmacher waren für die Bürger lästige Eindringlinge, während sie für den Landesherren willkommene Gäste waren, denn die Glasmacher mussten ihr Holz teuer kaufen.
Eine kleine Neckerei brachte das Fass zum Überlaufen. Am 03. Juni 1773 zogen Frauen und Männer aus Schwaney, vor Wut kochend und mit Äxten und sonstigen Werkzeugen bewaffnet, ins Bodental um deren Gärten zu verwüsten. Hierdurch sollten die Glasmacher vertrieben werden. Doch die Gerichtsbarkeit entschied gegen die Bürger. Sie mussten nicht nur eine hohe Strafe bezahlen, sondern auch die Gärten mit den Zäunen wieder herstellen.



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