Oberstudienrat Heinz Küting wurde am 06. April 1903 in Schwaney geboren, machte sein humanistisches Abitur in Warburg und studierte in Berlin Wirtschaftswissenschaften (Examen für das Handelslehramt). Es folgte von 1931 bis 1936 Unterricht an der Heeresfachschule in Schloß Neuhaus, in den Jahren 1935 und 1936 war er gleichzeitig verantwortlicher Schriftleiter beim Westfälischen Volksblatt, 1936 ging Heinz Küting als Dipl. Handelslehrer nach Grevenbroich. 1937 war er in Hemer tätig. Ab Herbst 1939 unterrichtete er an den städtischen Handelslehranstalten in Oberhausen, unterbrochen durch die Kriegsjahre und Gefangenschaft. Wegen seines Kriegsleidens erfolgte seine vorzeitige Pensionierung im Jahre 1956. Er verstarb im Alter von 80 Jahren am 29. März 1983.
Heinz Küting war Ehrenbürger der Gemeinde Schwaney und Träger der Verdienstmedaille des Bundesverdienstkreuzes. Die Ämter des Chronisten führte er von 1950 und des Ortsheimatpflegers von 1953 bis zu seinem Tode aus. Heinz Küting war Brudermeister der St. Sebastian Schützenbruderschaft. Auch politisch war er als Mitglied im Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Schwaney aktiv.
Seine ganze Kraft und Liebe galt der Geschichts- und Heimatforschung, nicht nur des westfälisches Raumes, sondern vor allem seiner geliebten Heimatgemeinde Schwaney. Schon in früher Jugend beobachtete er die Menschen, die Tiere und die Natur. In einer Vielzahl von Gedichten, in der niederdeutschen und hochdeutschen Sprache, hielt er das Handeln der Menschen und die Veränderungen der Natur fest. Er hörte genau zu, wenn die älteren Menschen des Dorfes über diese oder jene Begebenheit aus längst vergangenen Zeiten erzählten und schrieb sie nieder. So konnte Heinz Küting mit seinen Berichten über vier Jahrzehnte den Kulturellen Teil im Westfälischen Volksblatt („Heimatborn“ und später der „7. Tag“) mitgestalten. Vom Verein „Deutsches Volkstum – Deutsche Landschaft“ wurde er für seine heimatkundlichen Beiträge sowie der tiefsinnigen oder auch lustigen Geschichten ausgezeichnet.
In den Jahren von 1923 bis in die 1970er Jahre verfasste Heinz Küting in der hochdeutschen 246 und in der niederdeutschen Sprache 133 Gedichte. Mit zahlreichen Novellen über Begebenheiten aus seinem Heimatdorf, der Egge, rund um den Desenberg bis hin zur Weser begeisterte er viele Leser der heimischen Zeitungen.
In über 10jähriger Forschungsarbeit in öffentlichen und privaten Archiven, anhand von privaten Aufzeichnungen von Bürgern im Dorf, durch mündliche Überlieferungen sowie durch die kirchlichen Aufzeichnungen ergründete Heinz Küting die Geschichte des Ortes Schwaney. In akribischer Kleinarbeit zeichnete er das Geschehene der vergangenen Epochen, herrschende Obrigkeiten, Naturkatastrophen oder kriegerische Auseinandersetzungen auf. Freudige und traurige Gegebenheiten, das Vereinsleben, die Politik, Handel und Gewerbe und eine umfangreiche Haus-/Höfe- und Personenchronik umfasst das 800 Seiten starke Heimatbuch: Schwaney – Zur Geschichte eines tausendjährigen Siedlungsraumes. Das 1963 erschienene Heimatbuch findet bis heute eine hohe Anerkennung.
In seiner über 40 jährigen  ehrenamtlichen Mitarbeit beim Westfälischen Volksblatt berichtete Heinz Küting über das politische und kirchliche Geschehen im Dorf sowie über das Leben in der Vereinswelt.
Nur aufgrund der Auswertungen der Corveyer Akten von Heinz Küting konnte Schwaney im Jahre 1970 seine 1000jährige Geschichte feiern.
Aufgrund der Recherchen von Heinz Küting in den Gerichtsakten kann  die St. Sebastian Schützenbruderschaft Schwaney  auf das Gründungsjahr 1733 zurückblicken.



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