Mittelpunkt des Hochstifts

Das Hochstift Paderborn:
Chronologischer historischer Rückblick

799: Die kirchenhistorische Wurzel

Die Geschichte beginnt im Jahr 799, als Karl der Große und Papst Leo III. bei ihrem historischen Treffen in Paderborn das Bistum Paderborn gründeten. Ziel war die Christianisierung und administrative Erschließung des neu unterworfenen Sachsenlandes. In dieser Phase handelte es sich um einen rein geistlichen Seelsorgebezirk.

1321: Der konkrete Beginn des Hochstifts unter Bernhard zur Lippe

Das eigentliche weltliche Territorium (Hochstift) entstand im Spätmittelalter. Die staatliche Geburtsstunde schlug im Jahr 1321, als Bischof Bernhard V. zur Lippe den Paderborner Bischofsstuhl bestieg. Er festigte die Landesherrschaft rechtlich und wandelte das Bistum endgültig in ein reichsunmittelbares, weltliches Fürstbistum um. Bernhard regierte fortan als Fürstbischof und verankerte mit dem Privilegium Bernhardi (1326) die ständische Verfassung des Landes, die den Städten und dem Adel feste Mitspracherechte garantierte.

1585: Dietrich von Fürstenberg

wird zum Fürstbischof gewählt. Er gründet 1614 die Paderborner Universität als erste Hochschule Westfalens.

1802/1803: Der Zerfall durch die Säkularisation

Nach fast 500 Jahren Eigenständigkeit endete das Fürstbistum während der napoleonischen Neuordnung Europas. Bereits 1802 marschierten preußische Truppen ein; mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde das Hochstift Paderborn offiziell säkularisiert. Die weltliche Herrschaft des Bischofs wurde aufgelöst, und das Territorium fiel an das Königreich Preußen.

1816: Die administrative Neuordnung und Gründung der Kreise

Nach dem Wiener Kongress (1815) wurde das ehemalige Territorium endgültig als Teil der neuen preußischen Provinz Westfalen eingegliedert. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreformen wurden im Jahr 1816 die staatlichen Strukturen neu geschaffen. Dabei entstanden aus dem alten Kerngebiet und angrenzenden Territorien (wie dem aufgehobenen Fürstbistum Corvey) die preußischen Verwaltungseinheiten, aus denen sich die heutigen Kreise Paderborn und Höxter entwickelten.

1821: Kirchliche Anpassung und Vergrößerung durch Papst Pius VII.

Nachdem die weltlichen Grenzen neu gezogen waren, musste auch die katholische Kirche neu organisiert werden. Am 16. Juli 1821 unterzeichnete Papst Pius VII. die wegweisende Zirkumskriptionsbulle „De salute animarum“ (Über das Heil der Seelen). Diese päpstliche Bulle strukturierte die Diözesen im Königreich Preußen komplett neu. Das Bistum Paderborn erlebte dadurch eine massive geografische Vergrößerung: Es schluckte das aufgelöste Bistum Corvey sowie weite Teile der historischen Bistümer Mainz, Köln, Osnabrück, Minden, Halberstadt und Magdeburg. Paderborn stieg damit zu einer der flächenmäßig größten Diözesen Deutschlands auf und war zweitgrößtes Bistum im Königreich Preußen.

1930: Paderborn wird Erzbistum

Papst Pius XI. erhob 1930 durch die päpstliche Bulle „Pastoralis officii nostri“ das Bistum Paderborn zum Erzbistum und bildete so die Mitteldeutsche Kirchenprovinz mit dem Erzbistum Paderborn sowie den Suffraganbistümern Erfurt, Fulda und Magdeburg. Grundlage hierfür war das im Vorjahr 1929 geschlossene Preußenkonkordat, ein Staatskirchenvertrag zwischen dem Freistaat Preußen und dem Heiligen Stuhl. Damit wurde der damalige Paderborner Bischof Caspar Klein zum ersten Erzbischof.

Was das Hochstift Paderborn heute ausmacht

Heute ist das Hochstift Paderborn keine politische oder staatliche Einheit mehr. Stattdessen bezeichnet der Begriff eine lebendige Kultur- und Wirtschaftsregion im östlichen Nordrhein-Westfalen, die durch markante Eigenschaften definiert wird:

  • Regionale Identität (zwei Kreise): Geografisch deckt sich das moderne Hochstift exakt mit den Gebieten der Kreise Paderborn und Höxter. Die Menschen nutzen den Begriff täglich als Identitätsstifter – sichtbar in Institutionen wie Radio Hochstift, dem Regionalforstamt Hochstift, breitensportlichen Ereignissen wie dem Hochstift-Cup oder dem Hochstift-Tarif der Verkehrsgesellschaft nph.
  • Das kirchliche Zentrum: Die historische Prägung spiegelt sich in der Sonderrolle der Stadt Paderborn als Bischofssitz wider. Im Kerngebiet des alten Hochstifts ist die Bindung an katholische Traditionen und Feste (wie das jährliche Liborifest) bis heute spürbar tief verwurzelt.
  • Moderne Symbiose aus Tradition und Fortschritt: Das heutige Hochstift verbindet ländlich-historische Kulturlandschaften (wie das Weserbergland im Kreis Höxter) mit einem dynamischen IT- und Technologiestandort rund um die Universitätsstadt Paderborn. Beide Kreise genießen einen hohen Freizeit- und Erholungswert mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
  • Der exakte geografische Mittelpunkt der modernen Region wurde durch Radio Hochstift in der GemeindeAltenbeken-Schwaneylokalisiert, der Ort 2026 mit einer Steele gestaltet und am 27. September 2026 eingeweiht.

Mit KI erstellt.

wappen

Das historische Wappen des Hochstifts ist ein rotes Kreuz auf silbernem Grund. Fürstbischof Franz Egon änderte die Farben des Stiftswappens 1789 in rot-gold, den Farben seiner Familie. Diese Farbgebung ist heute am gebräuchlichsten. 

(Quelle: wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Paderborn-bistum.PNG

 

Das historische Wappen des Hochstifts ist ein rotes Kreuz auf silbernem Grund. Fürstbischof Franz Egon änderte die Farben des Stiftswappens 1789 in rot-gold, den Farben seiner Familie. Diese Farbgebung ist heute am gebräuchlichsten. 

(Quelle: wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Paderborn-bistum.PNG

 

karteVon Johannes Gigas - Kartensammlung Moll, http://mapy.mzk.cz/de/mzk03/001/061/662/2619320745_01/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23202745

platzFoto: Hans-Reiner Knoke

 

Webcam "Wulwerkuhle"

AED - rettet Leben- Standorte

defibrilator

Feuerwehr-Gerätehaus, Gemeindeplatz
An der Außenwand – jederzeit verfügbar

Sporthalle Grundschule Im Trainerraum
Nur während der Spiel- bzw. Trainingszeiten verfügbar

Sportheim TuS Egge Im Umkleide-Bereich
Nur während der Spiel- bzw. Trainingszeiten verfügbar

Schützenhalle Schwaney Im Abstellraum des Thekenbereiches
Nur während der Nutzungszeiten der Schützenhalle bzw. bei öffentlichen Veranstaltungen verfügbar

aktuelle Wetterdaten


mit freundlicher Unterstützung der

Logo BVR VerbundVolksbank 450x50

made by:Logo mit Text