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Das diesjährige Motto der Prunksitzungen des Schwaneyer Karnevals lautete: „1000 und eine Nacht“. Dementsprechend eröffnete den bunten Reigen eine orientalisch ausgestattete Bauchtanzgruppe mit folkloristisch unterlegter Tanzmusik. Ebenso konnte sich der Elferrat unter der Leitung von Elmar Rüter, der in Personalunion noch bis Mai 2010 das Amt des Schützenkönigs bekleiden wird, diesem Thema nicht entziehen. Der Elferrat war vollständig mit orientalischen Gewändern und Kopfbedeckungen ausstaffiert. Für die Zuschauer war dieses ein farbenprächtiges Bild.
 
Die in der Egge-Region bekannte Schwaneyer Tanzgarde agierte wieder wie in auch den letzten Jahren äußerst professionell. Bei ihrer Showeinlage deckte sie mehrere Jahrhunderte Musik - von Beethovens „Ode an die Freude“ bis Timberlands Apologice  -  ab. Das Schwaneyer Publikum war begeistert und forderte mehrere Zugaben.

Aber auch die Wortbeiträge kamen nicht zu kurz. Durchgängig bewirkten diese Lacherfolge beim Publikum. Überzeugende Protagonistinnen waren hier: Anne Kröger, die als weibliche Rekrutin Tusnelda Ackermann das Soldatenleben bei der Bundeswehr schilderte und ihren Frust mit den Vorgesetzten und den Kameraden plakativ beschrieb. Das Nachwuchstalent Yvonne Schäfers als bodenständige Bauarbeiterin, bestens mit dem Schwaneyer Klatsch und Tratsch vertraut, klärte dem Besuch aus den Osten, Maria Finke als resolute Sächsin, über die Widersprüchlichkeiten und Klischees des Dorflebens in Schwaney auf.

Zwischen den Wortbeiträgen und zum Abschluss des 1. Teils des Programms standen Gesang- und Tanzeinlagen und Sketche der Schwaneyer Nachwuchsgruppe „Zickenalarm“, der „Herbstzeitlosen“ und der Schwaneyer Tanzgarde auf dem Programm. Auch hier wurde bei allen drei Auftritten gekonnt kurzweilige Unterhaltung geboten. Die „Herbstzeitlosen“ hatten sich als neue Gruppe im letzen Jahr gebildet. Sie konnte mit ihren Sketchen aus dem Stand das Publikum überzeugen.

Die Pause überbrückte „Rolf“ mit seiner rollenden Disco. Er stimmte das Publikum mit Karnevalsklassikern und Schunkelliedern auf die 2. Halbzeit ein, die das weit über die Region bekannte Schwaneyer Bundesgardeschützenmusikkorps mit einem Feuerwerk bekannter Musikstücke eröffnete. Vor allem durfte natürlich die Schwaneyer Hymne „Am Ellerstrand“ nicht fehlen.

Derartig stimmungsmäßig gut eingeheizt konnte sich in einem weiteren Beitrag das Publikum von den Kunststücken der Seiltänzerin „Chantale“, Bettina Wels überzeugen. Sie wurde unterstützt von der Confrencieuse Petra Fromme. Vor allem faszinierte sie die Zuschauer mit dem Überschreiten der Bühne auf einem ebenerdig liegenden Seil, wobei sie als „Multi Tasking Talent“ gleichzeitig nach einem heiratswilligen männlichen Partner Ausschau hielt. Respekt!

Der abschließende Auftritt der Schwaneyer Tanzgarde setzte sich - gerade bei den eisigen Temperaturen willkommen - mit dem immer wieder beliebten Themenkreis: „Sonne, Urlaub, Luftfahrt, Süden, Mallorca“ auseinander. Als Stewardessen verkleidet versuchte die Tanzgarde, das Publikum spielerisch und tänzerisch in den Sonnenurlaub zu locken. Wie immer, dieser Versuch der Tanzgarde war gelungen.

Das „Männerballett“, ohne das der Schwaneyer Karneval nicht mehr vorstellbar ist, stellte einen willkommenen Kontrast zu dem anmutenden Auftritt der Tanzgarde dar. Nunmehr waren Exerzieren mit Klappstühlen, soldatischer Kasernenton, die Hohe Kunst des Grillens und des Biertrinkens gepaart mit Kraft und einem Schuss Eleganz gefragt. Das Publikum tobte.

Den Abschluss des Schwaneyer Showprogramms bildete das Finale. Der Karnevalspräsident dankte allen 67 Akteuren und dem treuen Publikum, das sich auf den Stühlen und Sitzen stehend, applaudierend und winkend von den Akteuren verabschiedete.

Danach übernahm das Publikum selbst die Regie in die Hand. Es feierte und tanzte tatkräftig unterstützt mit Musik von „Rolfs“ rollender Disco bis weit in die Nacht hinein.

 

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