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Die Tochter des zypriotischen Königs sollte den Sohn des Röm. Kaisers heiraten, lehnte aber ab, da sie in Christus ihren himmlischen Bräutigam erkannte (in vielen alten Altarbildern ist die „Mystische Vermählung der Hl. Katharina“ dargestellt).
Sie verlangte sogar von Kaiser Maxentius seine Bekehrung zum Christentum. Dieser brachte 50 bedeutende Philosophen gegen sie auf, die Katharina die Wahrheit des heidnischen Kultes beweisen sollten. Am Ende mussten sie vor Katharinas geistigen Waffen kapitulieren (daher ihre Attribute Schwert und Buch) und ließen sich sogar selbst taufen. Der Kaiser lies diese und Katharina grausam töten (daher oft auch das zerbrochene Rad als weiteres Attribut). Ihr Grab befindet sich im berühmten Katharinenkloster im Sinai. Sie gehört zu den 14 Nothelfern und hat viele Patronate

Die Hl. Katharina hat eine sehr alte Verbundenheit zu Schwaney. Auf der Klusweide (am östlichsten Punkt des Pfarrgebietes) weihte am Sonntag vor Pfingsten des Jahres 1480 Weihbischof Johannes von Paderborn eine Kapelle zu Ehren der Hl. Katharina. Zu dieser „Kluskapelle“ gab es viele Jahrhunderte eine Prozession am Montag der Bittwoche von der Pfarrkirche aus. Um 1655 berichtet die stiftheersische Visitation, dass die Kapelle verfallen sei, trotzdem besaß die Pfarrei einen eigenen Tragaltar um dort die Messe feiern zu können. Sie tut das auf der Ruinenstätte bis um 1800. Heinz Küting berichtet 1963 noch von Fundamentresten der Kapelle und einem „Katharinenbrünneken“ dort. Der Katharinenaltar aus der Kapelle kam vor 1673 in die Pfarrkirche, wurde als Gnadenaltar verehrt, befand sich auf der Evangelienseite (also links) und verbrannte mit der Pfarrkirche am 7. Mai 1895. Die heutige Statue stammt vermutlich aus dem 1975 abgebrochenen Forsthaus Klusweide und befand sich lange Zeit im Bildstock am Friedhof. Nun hat sie eine würdige und passende neue Heimat bekommen, denn sie gehört zur Geschichte unserer Pfarrei. Darüber hinaus ist es schön, dass nun eine kluge Frau einen Platz am Altar hat, denn der ehemalige Hochaltar zeigt uns nur männliche Heilige.
Auf der rechten Seite steht ein in Chorkleidung gehüllter Priester mit Stola, dem Missionskreuz in der einen und der Taufmuschel in der anderen Hand. Es handelt sich um den Heiligen Franz Xaver (Gedenktag 3. Dezember), der am 7. April 1506 auf Schloss Xavier (heute Javier) bei Pamplona in Spanien geboren wurde und am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian vor der Küste Chinas starb. Er galt als eitel und karrierebewusst, studierte ab 1525 in Paris, wo er den (Hl.) Ignatius von Loyola kennenlernte, dem 1533 die Bekehrung des Franz Xaver gelang. 1534 wurden sie zu den Gründungsvätern des Jesuitenordens (Gesellschaft Jesu), 1537 empfing Franz in Venedig die Priesterweihe. Papst Paul III. und der portugiesische König sandten ihn über Mosambik nach Goa. Er missionierte die dortigen Europäer neu und verbreitete das Christentum in vielen indischen Provinzen.1549 gründete er die erste christliche Gemeinde in Japan mit über 1000 Getauften. Sein großes Lebensziel China erreichte er nicht mehr. Sein Grab befindet sich in Goa/Indien, seine rechte Armreliquie (der Taufarm) in der Hauptkirche der Jesuiten in Rom, Il Gesu. Niemand hat die Geschichte der Katholischen Mission so geprägt wie er, sein Geburtsort ist einer der großen Wallfahrtsorte Spaniens. 1622 wurde er heiliggesprochen. Er ist u. a. der Patron Indiens.
Die ältesten Hinweise einer Verbindung nach Schwaney gibt uns „Bükers Kreuz“ am Friedhof, eine der Prozessionsstationen – die älteste erhaltene. Im Deckstein steht übersetzt: „Mich hat J. Schwarten im Jahre 1687 gestiftet“. Das Abschlusskreuz mit Kelch stammt aus einem alten Priestergrab. Interessant sind die Seitensteine der Nische, in der sich nun eine Statue der Hl. Agatha befindet. Links steht: „O heilger Francisce Xaveri, du großer Apostel der Indianer und wunderthätiger Helfer in allen Nöthen. Du besonderbahrer Beschützer gegen das Ungewitter, bitte für uns zu Gott, auff das wir durch deine Fürbitt und Verdiensten bey Gott von Blitz, Hagel und Donnerschlag, auch allem schändlichen Ungewitter befreiet seyn und bleiben. Amen.“ Rechts steht: „Allmächtiger ewiger Gott, der du deine Allmacht durch die Fürbitt des heiligen Xaverii uns armen Sündern zeigest, ich bitte dich, du wollest in Ansehen der glorwürdigen Verdiensten dieses deines Dieners mir gnädig verschonen, mich und das Meine von Gefahr der Ungewitter erretten, damit ich dir unverletzt danken möge.“ Die alte Verehrung des Hl. Franz Xaver hat wohl zur Stiftung einer Statue für die 1895-1898 neu erbaute Pfarrkirche geführt. Diese Statue ist übrigens der des Heiligen in der Buker Pfarrkirche sehr ähnlich. Er darf uns daran erinnern, dass auch heute Mission – Weitergabe des Glaubens – unerlässlich für die Zukunft von Kirche und Christentum ist, auch in unserem Pastoralverbund.

Text: Pastor Frank Schäffer; Fotomontage: Ortsheimatpfleger Frank Striewe
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