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Wieder führte „Chefarzt Prof. Dr.“ Elmar Rühter gekonnt durch das Programm, während die übrige lazarettmäßige Besetzung des Elferrates fleißig Karnevalsorden an die Protagonisten des Bühnenprogramms verteilte.
 
Die über Schwaney hinaus bekannte Gardetanzgruppe eröffnete das Programm zu Operettenmelodien in Kombination mit modernen Hip-Hop Klängen. Die Gardetanzgruppe hatte noch zwei weitere Auftritte, wobei insbesondere der letzte Auftritt den Saal zum Toben brachte, da hier die Tanzgruppe den Showtanz „The biggest Loser“ aufführte, mit dem sie den überregionalen Showtanzwettbewerb im Herbst letzten Jahres in Fürstenberg gewonnen hatte.  
 
Die „Katholische Frauengemeinschaft“, vertreten durch Monika Knoke und Petra Bobel, brillierte als königliche Hoheit Queen Elizabeth mit ihrem Sohn Prinz Charles auf einem Staatsbesuch in Schwaney. Beide überreichten nach mehreren Wirrungen und Irrungen ihres Staatsbesuches unter lautem Johlen und Pfeifen des Saales abschließend einen Orden an den Karnevalspräsidenten Elmar Rühter in der Form einer Toilettenbrille.                         
 
Die Nachwuchsgruppe „Funny Girls“ bewies ihr Talent mit einer Showtanzeinlage. Sicherlich wird diese Nachwuchsgruppe auch in den nächsten Jahren für Furore sorgen. Damit dürfte ein sicheres Fundament für die Zukunft des Schwaneyer Karnevals gelegt sein.
 
Die „Russischen Hebammen“, Petra Fromme und ihre Tochter Charlotte, mokierten sich gekonnt über die niedrige Geburtenrate in Deutschland. Sie beschrieben ironisch mehrere Ursachen für die negative demographische Entwicklung und hatten als Gegenmittel folgende Rezepte parat:  Mann, Frau und Krankenkasse.
 
Die „Bollerborner Bluesbrothers und Sisters“  rockten den Saal. Höhepunkt war die Aufforderung an den Elferrat sich an den Tanzeinlagen zu beteiligen.
 
Die „Katholische Frauengemeinschaft“ führte einen River Dance auf Schwaneyer Art auf, was natürlich für Schwaney, das offensichtlich dem Bierkonsum angetan ist, nur bedeuten kann, dass nicht mit Steppschuhen nach irischem Vorbild getanzt wurde, sondern mit Biergläsern auf den Tischen rhythmisch geklopft wurde. Ebenso versuchte sich die Frauengemeinschaft in einer Imitation der Kölner Gesangsgruppe „Black Fööss“. Diese Imitation war insofern skurril, als das die Frauen zu Musik dieser Gruppe und in Anspielung an den Gruppennamen liegend mit ihren verkleiden Füßen und Zehen die einzelnen Mitglieder nachahmten.
 
Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich das Programm der „Herbstzeitlosen“.
Der Auftritt war herrlich erfrischend, wenn nicht sogar als surrealistisch zu bezeichnen. Dies war darauf zurückzuführen, dass die eigentlichen Akteure -unterstützt durch eine geschickte Lichtdämmung - nicht auf der Bühne erkennbar waren und allein puppenartige Gestalten, in der freien Wildbahn wohl als Strauß zu bezeichnen, die Bühne beherrschten. Ihre „merkwürdigen Bewegungen“ – geführt durch die sich im Hintergrund befindlichen „Herbstzeitlosen“ – bewirkten erst ein Erstaunen des Publikums, die dann allerdings kurzfristig zu einer großen Erheiterung führte.
 
Der Auftritt des „Bundesschützen Garde Musikkorps“ unter der Leitung von Julia Görmann war wie immer professionell und unterhaltend. Der Klang der Musikinstrumente des ca. 20-köpfigen Ensembles erfüllte den Saal und bot Anlass zum Schunkeln.
 
Den Abschluss der Veranstaltung bildete das prunkvolle Finale. Anschließend wurde bis in die frühen Morgenstunden fleißig das Tanzbein geschwungen und die Theke in Beschlag genommen.

Klaus Füchtjohann

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