Straßen in Schwaney

  • Agathastraße

    Die Agathastraße verläuft von Süd nach Nord und ist eine Verbindung zwischen der Osttor- zur Brokstraße. Hier finden wir südlich auf der rechten Seite den Feuerlöschteich, auch bekannt als Priggers- oder Ententeich. Auf der linken Seite liegt der Friedhof.
    Die Straße ist benannt nach der Schutzpatronin der Feuerwehr. Bis zum Dorfbrand 1895 wurde in Schwaney ihr zur Ehre und zur Erinnerung an den Dorfbrand im Jahre 1762 die „Feuerwehrprozession“ an dem Sonntag nach dem 05. Februar (Namensfest) gegangen. Im Bildstock am südlichen Eingang zum Friedhof finden wir eine Statue der Schutzheiligen, die im dritten Jahrhundert in Sizilien lebte. Die heilige Agatha war gebürtig aus einem vornehmen Geschlecht aus Catania, erlitt als Christin den Märtyrertod, indem ihr die Brüste abgeschnitten wurden; vier Tage später wurde sie über glühende Kohlen, die mit Scherben vermischt waren, gewälzt. Die Legende berichtet, dass am Jahrestag ihres Todes der Lavastrom des Ätna dadurch zum Still-stand kam, dass man ihm ihren Schleier entgegen hielt.
    Patronat: Stadtpatronin von Catania (Sizilien). Schutzheilige gegen Feuer, Pest und Hungersnot, Beschützerin der Frauen bei Brustkrankheiten.
    Die Pfarrgemeinde Schwaney geht am 2. Maisonntag eine Lobeprozession, auch Feuerwehrprozession genannt, zu Ehren der hl. Agatha. Auf die Fürsprache der hl. Agatha möge der Herrgott Feuersbrunst und Leid von der Gemeinde abwenden.


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  • Am Brokhof

    Der Name Brokhof erinnert an die alte Hofstelle „Breukers“. Die Bezeichnung des Baugebietes zwischen der Bachstraße und „Am Brokhof“ ist den älteren Bewohnern als Breukers Wiese geläufig. Die Erschließung und Bebauung erfolgte in den 1960er Jahren. Die Bezeichnung schließt auch den auf der anderen Straßenseite befindlichen Platz der dritten Station der Fronleichnamsprozession ein: Auf dem oder untern Broke, Brauk. Der Name Broke bedeutet hier schlechtes, umgepflügtes, nasses Land; Bruchland. Es handelt sich um eine Stichstraße von der Westtorstraße bis zum Ellerbach.


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  • Am Füllenhof

    Die u-förmig verlaufende Straße Am Füllenhof erschließt einen Teil der sich unmittelbar an den Dorfkern anfügenden Siedlung in nördlicher Richtung. Das Baugebiet zwischen der Brokstraße und dem Ulmenweg wurde in den 1980er Jahren erschlossen. Der Plan von etwa 5 ha Größe gehörte zum Füllenhof. Im Volksmund wurde dieses Fleckchen Erde auch Kuhkamp (Kuhwiese) genannt. Der Schafstall vom Füllenhof wurde im Jahre 1994 abgerissen.
    Der Füllenhof war der größte Tafelhof der Streusiedlung Suanecghe und wurde von den Paderborner fürstbischöflichen Landesherren als freier Meier- und „Vollenhof“ geführt. Aus „Vollenhof“ wurde bald Vüllenhoff (Füllenhoff, mundartlich Fühlenhouf), aus dem „Vollmeier“ wurde Vüllenmeier (Füllenmeier), platt Füllmegger. Die Meierhöfe waren freie Bauern. Sie waren frei in der Wahl der Felder, des Waldes, des Wassers und der Weiden. Der Hof konnte nach den Regeln der Fürstbischöfe in freier Wahl vererbt oder verkauft werden. Die Herren hatten die freie Wahl der Ehefrauen. Die Bauern brauchten weder Steuern noch Abgaben leisten. Nur zur Heerfolge und Landschatzung waren sie verpflichtet.
    Im Jahre 1968 wurde auf dem Platz des Wohnhauses mit den Stallungen, der alten Wagenremise sowie des Backhauses ein neues Wohnhaus errichtet. Im März 1969 begann man mit dem Abbruch des alten Hofgebäudes, das mit seinen Fachwerkständern, seinem riesigen Dachboden und der großen Deele mit südlich angrenzenden Wohnräumen aus dem Jahre 1766 stammte und aus einem wahren Wald von Eichen aller Stärken und Längen gesägt und verzimmert war. Das reich beschriftete, wuchtige Torgerüst blieb erhalten und fand einen stil- und sinnvollen neuen Platz im Mauerwerk des Neubaus. In der Folgezeit wurden sukzessive die Deele und die Stallungen zum Wohnraum umgebaut und bis 1987 für den Pensionsbetrieb genutzt. Ab 1987 wurden die Räume für die Nutzung als Alten- und Pflegeheim umgebaut. Die letzte große Renovierung und Umbaumaßnahme wurde im Oktober 2007 abgeschlossen. Auf 2.800 qm finden 70 Senioren/innen, ob bedürftig oder fit, eine Bleibe.



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  • Am Knobbenberg

    Am oder Unter dem Knobbenberg / Knobbenbiäg ist die Flur am unteren Limberg. In Schwaney wohnte um 1750 eine Familie Knobben, die hier ein Stück Land bewirtschaftete.
    Es handelt sich um eine Ringstraße, ausgehend von der Paderborner Straße bei der Hofstelle Wiethaup. Die Straße wurde um das Jahr 2000, mit der Erschließung der Baugrundstücke, erstellt.



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  • Am Koksberg

    „Am Kouksbiäg“, wie das Fleckchen Erde auch genannt wird, ist die Bezeichnung für die Feldflur. Die Gewannenbezeichnung ist abgeleitet aus dem Wort Köhlerberg. Die starken Buchen des Emderwaldes standen bis in das 19. Jahrhundert noch dicht bis an den Dorfrand. Aufgrund der bescheidenen Arbeits- und Transportmittel war man darauf bedacht, die Klaftern möglichst an Ort und Stelle zu Holzmeilern aufzuschichten.  Die Holzkohle wurde mit großem Gewinn an die Eisenhütten in der Umgebung verkauft. Die Köhlenmeiler trieben wahren Raubbau in den Wäldern und waren daher in der Bevölkerung verhasst. Da sie jedoch viel Geld im Dorf ließen, duldete man sie.


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  • Am Küstergarten

    Die Straße verbindet die Paderborner Straße mit der Rotenbachstraße. Hier hatten Schwaneyer Küster Gartenland, Köstergohern.


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  • Am Marktplatz

    Die Straße um die Pfarrkirche mit dem großen Kirchplatz erinnert an den früheren Marktplatz. Die Bezeichnung Marktplatz kann sich nur schwer durchsetzen. Im Volksmund heißt es immer noch Bei der Kirche oder Auf dem Kirchplatz.
    Das Marktrecht wurde den Schwaneyer Bürgern im Rahmen der Stadtrechte im Jahre 1344 zuerkannt. „Zur Belebung des Verkehrs und zur leichteren Beschaffung der Bedürfnisse der Einwohner wurde Schwaney gleich wie Dringenberg ein Wochenmarkt bewilligt und zwar am Donnerstag; in Dringenberg wurde er am Mittwoch abgehalten. Die Marktfreiheit für Einheimische wie Fremde dauerte in beiden Städten vom Abend des dem eigentlichen Markttag vorhergehenden bis zum Morgen des nächstfolgenden Tages“ (Dr. Ilgen). Der Marktplatz war nicht nur der Handelsort: sondern hier stand auch der Schandpfahl, es war der allgemeine Versammlungsort des Dorfes und hier befindet sich der Dorfbrunnen, die Kumbike, deren Quellen ganzjährig sauberes Wasser mit 7 Grad Wärme fördern.



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  • Am Randor

    Der Randor ist eine Verbindungsstraße von der Brokstraße bis hin zur Straße Rotenbach. Aus dem Namen Johannestor ist im Laufe der Jahrhunderte Jandoher, Rando-her, Am Randtor - bis letztlich 1971 die Straßen und Wege im Dorf eine offizielle Bezeichnung erhielten und der Name Am Randor festgeschrieben wurde.
    Das Johannestor war der Nordausgang in Richtung Buke der mittelalterlichen Befestigungsanlage des Füllenhofes. Es war benannt nach dem Kirchenpatron „St. Johannes Baptist“.



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